Geschichte

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Elisabeth Noelle-Neumann

Fast ein halbes Jahrhundert ist es her, seitdem ein Lehrstuhl für Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingerichtet und Elisabeth Noelle-Neumann, die Leiterin des Instituts für Demoskopie Allensbach, auf diesen Lehrstuhl berufen wurde. Mit ihrem Probevortrag „Über den Fortschritt der Publizistikwissenschaft durch die Anwendung empirischer Forschungsmethoden“ trug sie 1963 zu einer Wende in dem damals historisch-philologisch geprägten Fach bei. Die Publizistik etablierte sich fortan auch weit über Mainz hinaus als „empirische Sozialwissenschaft“.

Seit seiner Gründung 1966 ist das Institut für Publizistik rasch gewachsen. Die Zahl der Studentinnen und Studenten stieg von anfangs maximal 40 auf heute mehr als 1.400 an, sodass schon in den siebziger Jahren eine Zulassungsbeschränkung eingeführt werden musste. Seitdem ist die Publizistik ein NC-Fach.

Neben dem Magisterstudiengang wurde 1978 ein Aufbaustudiengang Journalistik eingeführt, der auch eine praktische Ausbildung in Lehrredaktionen für verschiedene Medien einschließt und ebenso wie der 2002 gestartete Diplom-Studiengang Medienmanagement heute als Master angeboten wird. Als einer der ersten weiterführenden und spezialisierten deutschen Studiengänge in diesem Bereich startete zum Wintersemester 2009/10 der Master Unternehmenskommunikation/PR, auf den nach der Umwandlung des Magisterstudiengangs in den Bachelor Publizistik im Wintersemester 2008/09 zum Wintersemester 2011/12 der Master Kommunikationswissenschaften folgte.

In diesen Studiengängen lehren am Institut für Publizistik aktuell zehn Professorinnen und Professoren. Es ist bis zum heutigen Tag an den fachlichen Entwicklungen und Neuorientierungen der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft maßgeblich beteiligt und hat auch international viel Anerkennung gefunden. Seit seinem Bestehen haben rund 4.000 Studierende hier ihren Abschluss erworben.